Ein Widerspruch? Wir die Unterzeichner dieses Aufrufes sagen Nein!
Die Sportschützen werden über den verantwortungsvollen Umgang 
mit ihren Sportgeräten, und das sind nun einmal Sportwaffen, vom
Anbeginn ihrer Schützenlaufbahn eingehend geschult und auf die 
Gefahren bei missbräuchlicher Handhabe immer wieder hingewiesen. 
Und daran orientieren sich, von wenigen schwarzen Schafen abgesehen,
die nahezu 1,5 Millionen organisierter Mitglieder des Deutschen
Schützenbundes ausnahmslos.
So kam eine Studie in der Zeitschrift  " Hör Zu " über die Häufigkeit
von Sportunfällen zu dem Ergebnis, dass im Gegensatz zum 
Fussball (37.000) oder Skisport (11.000), die Anzahl der jährlichen 
Unfälle beim Sportschießen "vergleichsweise Null" betrage. 
Das umstrittene Achtjährigen-Projekt glossierte die Süddeutsche 
Zeitung 1996 wie folgt: "Wer je in einen Schützenverein zu Gast war, 
wird deren Friedfertigkeit bestätigen können. Die schärfste Feindseligkeit
ist es dort oft schon, wenn eine Mehrheit dem Kassier die Entlastung 
verweigert".
Bei einigen Medien und Kommentatoren wird das Sportschießen in die
Nähe von Krieg und Gewalt gerückt, ohne das Entscheidende zu beachten, 
das unseren Sport prägt. Die Schützen stehen sich im Wettkampf nicht
als Gegner gegenüber und schießen auch nicht auf Abbildungen von 
Menschen. Sie stehen nebeneinander und schießen auf  ihre Scheiben.
Dies erfordert höchste Konzentration, innere Ruhe und Selbstdisziplin.
Der Schütze beherrscht seine Waffe nicht den Gegner.
In dieser Verantwortung distanzieren sich die Sportschützen
von jeglicher Gewalt!